Zwischen Podesthoffnung und Hürdenpech
Am 30. und 31. Mai stand für die erfahrenen Athletinnen und Athleten der SKG Rodgau das Saisonhighlight auf dem Programm: die Hessischen Einzelmeisterschaften in Darmstadt. Dort treffen die besten Leichtathletinnen und Leichtathleten aus ganz Hessen aufeinander, sodass die Konkurrenz besonders stark ist.
Den Auftakt machten im 100-Meter-Vorlauf der W14 Arina Sochnev (W14) und Joela Hörter (W13). Arina hatte sich vor etwa einem Monat noch den Kreismeistertitel über 100 Meter gesichert, konnte ihre damalige Bestzeit jedoch nicht ganz bestätigen. Mit 14,11 Sekunden verpasste sie den Einzug in den Zwischenlauf.
Für Joela war es der erste Start über die 100-Meter-Distanz überhaupt. Da in ihrer eigentlichen Altersklasse noch keine Hessischen Meisterschaften ausgetragen werden, trat sie in der höheren Altersklasse an. Ihren ersten Sprint über die 100 Meter absolvierte sie in 14,54 Sekunden und verpasste damit ebenfalls den Zwischenlauf. Beide Athletinnen konnten wertvolle Erfahrungen auf Landesebene sammeln und sich mit den Besten Hessens messen.
Anschließend stieg auch Jeremias Hörter (M15) in die Meisterschaften ein. Für ihn stand zunächst der Weitsprung auf dem Programm. Nachdem er im vergangenen Jahr in Gelnhausen das Finale erreicht und Platz sechs belegt hatte, wollte er an diese Leistung anknüpfen. Einen optimalen Start erwischte er mit seinem ersten Versuch über 5,54 Meter, der ihn direkt in die Spitzengruppe brachte.
Die Bedingungen waren allerdings schwierig, da der Wind ständig drehte und somit kaum verlässliche Verhältnisse herrschten. Dennoch hielt sich Jeremias lange auf Podestkurs. Noch vor dem letzten Durchgang lag er auf Rang drei, wurde jedoch im abschließenden Versuch eines Konkurrenten auf Platz vier verdrängt. Da ihm kein weiterer Sprung mehr blieb, konnte er nicht mehr reagieren. Am Ende stand dennoch ein starker vierter Platz bei den Hessischen Meisterschaften zu Buche.
Am zweiten Wettkampftag stand für die SKG nur noch Jeremias im Hürdensprint am Start. Jeremias fühlte sich an diesem Tag ohnehin nicht in Bestform. Als er dann beim Aufwärmen auch noch von einem Unwetter überrascht wurde und die Wettkampfleitung alle Athletinnen und Athleten in die Katakomben des Stadions schickte, wurde die Ausgangslage nicht einfacher.
Trotzdem stellte er sich dem Finale. Die Teilnehmerzahl im Hürdensprint war vergleichsweise gering, was jedoch typisch für diese Disziplin ist. Der Hürdenlauf gilt als eine der technisch anspruchsvollsten Disziplinen der Leichtathletik, da Geschwindigkeit, Rhythmus, Schrittlänge und die Überquerung der Hürden präzise aufeinander abgestimmt sein müssen. Entsprechend schaffen es nur wenige Athletinnen und Athleten, in dieser Disziplin ein hohes Leistungsniveau zu erreichen. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl war Jeremias bereits automatisch für das Finale qualifiziert.
Nach einem soliden Start blieb er jedoch an der zweiten Hürde hängen und verletzte sich dabei leicht. Anschließend musste er die Bahn humpelnd verlassen. Ein unglücklicher Abschluss eines Wettkampfwochenendes, das insbesondere durch seine starke Leistung im Weitsprung geprägt wurde.




